DIE LINKE Schleswig-Holstein zum 1. Mai: „Die Reichen müssen die Krise bezahlen!“

„Die wirtschaftlichen Kosten der Corona-Krise sind immens. Am stärksten betroffen, sind diejenigen Menschen, die ohnehin kein Vermögen besitzen. Menschen in Kurzarbeit, Solo-Selbständige, Hartz IV-Bezieher*innen und viele mehr. Der 1. Mai war schon immer ein Tag der Solidarität und des Klassenkampfes. Gesellschaftliche Solidarität während einer Krise muss bedeuten, dass die Reichen die Kosten bezahlen“, fordert Marianne Kolter, Landessprecherin der Partei DIE LINKE in Schleswig-Holstein. „Wir fordern daher eine Vermögensabgabe für Millionär*innen, um die Auswirkungen der Krise auszugleichen.“

Hanno Knierim, Landessprecher der Partei, wendet sich gegen die Aufweichung des Arbeitsrechtes: „Es entsetzt mich, dass auf der einen Seite die während der Krise ohnehin stark geforderten Menschen noch stärker belastet werden, z.B. durch Geschäftsöffnungen an Sonntagen oder durch die Aufweichung von Regelungen des Arbeitsrechtes. Und auf der anderen Seite zahlen Unternehmen Boni und Dividenden aus und greifen gleichzeitig in die Fördertöpfe des Staates. Wir sollten uns ein Beispiel an den Regelungen unseres Nachbarlandes Dänemark nehmen.“ Dort sind Firmen, die Gewinne in Steueroasen parken, von Staatshilfen ausgeschlossen.

„Die nun möglichen 12-Stunden-Schichten für Beschäftigte im Gesundheitswesen und im Einzelhandel sind ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen. Der 8-Stunden-Tag und die Ruhezeitenregelungen zwischen Arbeitstagen müssen ab sofort wieder uneingeschränkt Geltung erlangen“, so Knierim abschließend. DIE LINKE Schleswig-Holstein wünscht trotz allem einen kämpferischen 1. Mai!