Gesundheitswüste verhindern.

Die Krankenversorgung in Schleswig-Holstein wird immer schlechter. Kliniken, Geburtsstationen und Notaufnahmen werden geschlossen. Hebammen können aufgrund gesetzlicher Vorgaben ihrem Beruf nicht mehr kostendeckend nachgehen. Personaleinsparungen verschlechtern die Qualität des Gesundheitswesens. Die Lücken in der ärztlichen Versorgung auf dem Land werden immer größer. Dies sind Auswirkungen der Privatisierungen im Gesundheitswesen. Gesundheit ist zur Ware geworden.

DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass alle Menschen die notwendige medizinische Behandlung auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung erhalten.

Das Land muss den Kommunen stärker helfen, den Sanierungsstau in den Krankenhäusern zu beheben. Bauliche Investitionen dürfen nicht länger mit Geld finanziert werden, das für medizinisches und pflegerisches Personal vorgesehen ist.

Im Landeskrankenhausplan müssen Personalvorgaben verankert werden. Geburtsstationen sind zu erhalten und wiederzueröffnen. Kliniken gehören in die öffentliche Hand. Hier ist die Landesregierung in der Pflicht, die Rekommunalisierung der Krankenhäuser voranzutreiben und die Finanzierung sicherzustellen. Zu einer flächendeckenden und wohnortnahen Grundversorgung gehört auch die Versorgung mit Hebammenleistungen.

Foto des Eingangsbereiches des inzwischen geschlossenen Krankenhauses in Tönning. Aufschrift: Gesundheitswüste verhindern. Flächendeckende und wohnortnahe Gesundheitsversorgung: sogehtlinks.de (Plakat von DIE LINKE. Schleswig-Holstein zur Landtagswahl 2017)