Gesundheit darf kein Sparmodell sein.
Wer Kranke pflegt und Leben rettet, muss davon auch gut leben können.
Die erneuten Warnstreiks am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck zeigen unmissverständlich, dass die Beschäftigten nicht länger bereit sind, die Folgen politischer Fehlentscheidungen und chronischer Unterfinanzierung auf ihren Schultern zu tragen. Während Management und Politik seit Jahren auf Zeit spielen, arbeiten Pflegekräfte und andere Beschäftigte am Limit und darüber hinaus. Das ist weder gerecht noch verantwortbar. Ich erkläre mich solidarisch mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen, die für bessere Löhne, Entlastung und Respekt kämpfen. Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet im Gesundheitswesen über jeden Euro gefeilscht wird, während Milliarden für andere Zwecke scheinbar mühelos bereitgestellt werden.
Wer ein funktionierendes Gesundheitssystem will, muss bereit sein, die Menschen darin anständig zu bezahlen und die Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern. Die Tarifverhandlungen müssen endlich Ergebnisse bringen, die den realen Belastungen gerecht werden und den Beruf wieder attraktiv machen. Der Fachkräftemangel ist politisch hausgemacht und lässt sich nur durch bessere Bezahlung, mehr Personal und verbindliche Entlastung lösen.
Unser Bundestagsabgeordneter und Landessprecher Lorenz Gösta Beutin sagt klar:
Gute Gesundheitsversorgung ist nur mit starken Beschäftigten möglich. Wir stehen an der Seite der Streikenden und fordern eine konsequente Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer Gesundheit ernst nimmt, muss die Profitorientierung zurückdrängen und den Menschen den Vorrang geben. Solidarität heißt jetzt, den Druck zu erhöhen und nicht nachzugeben, bis Respekt, gute Arbeit und soziale Sicherheit Realität sind.

