Wir sind da für Situationen, in denen:
- persönliche Grenzen verletzt wurden
- sexistische oder diskriminierende Aussagen gefallen sind
- Macht ausgenutzt wurde
- du dich eingeschüchtert, herabgewürdigt oder bedroht gefühlt hast
übergriffiges Verhalten stattgefunden hat
Wir sind nicht zuständig für allgemeine Meinungsverschiedenheiten oder alltägliche Konflikte ohne diskriminierenden oder übergriffigen Bezug.
Wenn du unsicher bist, ob dein Anliegen hierher gehört, kannst du dich trotzdem melden, wir helfen dir, es einzuordnen.
Wir hören zu.
Wir nehmen deine Wahrnehmung ernst.
Du musst nichts beweisen.
Du entscheidest, ob und welche Schritte folgen.
Nichts geschieht ohne deine Zustimmung.
Wir begleiten dich im parteiinternen Kontext.
Wir können mit dir klären, was du brauchst.
Wir können dich zu Gesprächen begleiten oder dich über weitere Möglichkeiten informieren.
Wir sind keine Schiedskommission und sprechen keine Sanktionen aus.
Wenn du ein formales Verfahren in Betracht ziehst, unterstützen wir dich bei der Orientierung.
Unsere Arbeit ist geprägt von einer feministischen und diskriminierungssensiblen Haltung.
Wir nehmen strukturelle Machtverhältnisse ernst und setzen uns für Schutz und Selbstbestimmung ein.
Unser Ziel ist eine Partei, in der sexistische, diskriminierende und übergriffige Strukturen keinen Raum haben.
Leitbild der Vertrauenspersonen der Linken Schleswig-Holstein
Die Vertrauenspersonen der Linken Schleswig-Holstein sind aus der parteiinternen Auseinandersetzung mit Sexismus, sexualisierter Gewalt und Diskriminierung hervorgegangen.
Wir verstehen unsere Arbeit als Teil eines politischen Prozesses:
Eine demokratische und solidarische Partei muss sich auch mit eigenen Machtverhältnissen, Ausschlüssen und Übergriffen auseinandersetzen.
Wir vertreten eine feministische und intersektionale Perspektive.
Wir betrachten Diskriminierung, sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch nicht als individuelle Einzelfälle, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher und innerparteilicher Machtstrukturen.
Wir stehen an der Seite der betroffenen Person.
Parteilichkeit bedeutet für uns Schutzorientierung und die Anerkennung des Definitionsrechts der Betroffenen.
Eine solidarische Partei schützt diejenigen, die von Grenzverletzungen betroffen sind – und stellt sich der eigenen Verantwortung.
Wir sind parteiinterne Ansprechpersonen für Mitglieder, die Diskriminierung, sexistische oder sexualisierte Übergriffe, Machtmissbrauch oder andere Formen grenzüberschreitenden Verhaltens erleben oder erlebt haben.
Wir bieten einen geschützten Raum für Gespräche und Orientierung.
Wir begleiten auf Wunsch durch parteiinterne Prozesse und unterstützen bei der Einordnung möglicher weiterer Schritte.
Unsere Arbeit ist vertraulich, freiwillig und von Respekt geprägt.
Wir wollen zu einer Parteikultur beitragen, in der
- Grenzverletzungen ernst genommen werden,
- Machtverhältnisse reflektiert werden,
- Betroffene nicht isoliert werden,
- Fehler benannt und bearbeitet werden können,
Schutz und Solidarität praktisch gelebt werden.
Eine starke demokratische Organisation zeichnet sich nicht dadurch aus, dass es keine Konflikte gibt, sondern dadurch, wie sie mit ihnen umgeht.
Wir verstehen unsere Arbeit als Teil einer lernenden Struktur.
Wir reflektieren unsere eigene Rolle, unsere Privilegien und unsere Grenzen.
Veränderung geschieht nicht automatisch – sie braucht Haltung, Klarheit und kontinuierliche Arbeit.
