Keine Militarisierung der Schulen
Die Bundeswehr hat dort nichts zu suchen!
Die Linke Schleswig-Holstein verurteilt die massiv gestiegene Präsenz der Bundeswehr an Schulen aufs Schärfste. Die aktuellen Zahlen des Verteidigungsministeriums zeigen eine alarmierende Entwicklung: Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der Auftritte von Soldatinnen und Soldaten in Bildungseinrichtungen mehr als verdoppelt. Allein in Schleswig-Holstein fanden im vergangenen Jahr 173 solcher Veranstaltungen statt, 2024 sogar 224. Das ist ein klarer Schritt hin zu einer Militarisierung der Bildung, den wir entschieden ablehnen.
Lorenz Gösta Beutin, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender der Linken Schleswig-
Holstein, erklärt:
Die Bundeswehr hat in Klassenzimmern nichts verloren. Schulen sind Orte des
Lernens und der kritischen Auseinandersetzung, nicht Rekrutierungszentren für militärische Karrieren.
Es ist unverantwortlich, Minderjährige mit militärischer Propaganda zu konfrontieren und den Eindruck zu erwecken, Krieg sei ein normaler Beruf. Bildung darf nicht zur Werbefläche für das Töten werden.
Während CDU, SPD, FDP und sogar die Grünen diese Entwicklung begrüßen, bleibt Die Linke die
einzige Kraft, die sich klar gegen diese Militarisierung stellt. Die weltpolitische Lage darf nicht als
Vorwand dienen, um die Bundeswehr in die Köpfe von Jugendlichen zu bringen. Wer wirklich für
Sicherheit sorgen will, setzt auf Diplomatie, Abrüstung und internationale Zusammenarbeit, nicht auf
die Normalisierung militärischer Strukturen im Bildungsbereich.
Wir brauchen Frieden und eine starke zivile Friedensbildung, keine Werbung für den Krieg!
Die Schulen müssen frei bleiben von militärischem Einfluss. Statt Jugendoffiziere in
Klassenzimmer zu schicken, sollten wir den Raum für kritische Debatten über Sicherheitspolitik durch unabhängige Lehrkräfte und zivilgesellschaftliche Akteure stärken. Alles andere ist ein gefährlicher Weg, der unsere Demokratie untergräbt.

