Stellungnahme der Landespartei
Als Landesverband Schleswig-Holstein stehen wir fest an der Seite unserer migrantischen Genoss*innen.
Unser politischer Anspruch ist ein Antirassismus, der keine Geste bleiben darf, sondern gelebte Praxis sein muss – auch parteiintern.
Unser Genosse Gregor sprach im FOCUS-Podcast „Machtmenschen" von einem Zusammenhang zwischen neu eingetretenen Mitgliedern mit Migrationsgeschichte und zweifelhaften politischen Positionen zum Staat Israel.
Diese Aussage halten wir für politisch hoch problematisch: Sie erzeugt den Eindruck, es gebe einen signifikanten Zusammenhang zwischen Migration und Antisemitismus. Damit wird das Narrativ des „importierten Antisemitismus" bedient, welches wir als Partei klar zurückweisen.
Für uns ist klar: Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Suggestion, dass dieser „importiert" sei, weisen wir entschieden zurück! Gerade in dem Land, das den Nationalsozialismus und den Holocaust hervorgebracht hat, darf die Verantwortung, gegen Antisemitismus vorzugehen, nicht einfach durch Schuldverschiebung abgewälzt werden.
Er darf weder relativiert noch einzelnen Gruppen zugeschrieben werden.
Diese rassistischen Pauschalisierungen gegenüber unseren migrantischen Genoss*innen widersprechen unserem Selbstverständnis, stets antirassistisch zu handeln, und gefährden den parteiinternen Zusammenhalt, den wir uns gemeinsam aufgebaut haben.
Daher stellen wir klar: Wir stehen fest an der Seite unserer migrantischen Genoss*innen!
Niemals allein, immer gemeinsam.
Wir hätten die Angelegenheit gerne intern geklärt, doch leider wurden unsere Kontaktversuche nicht beantwortet, sodass eine interne Debatte ausblieb.


