Nach Abschiebung aus Klinik: Folgeabschiebung verhindern!

Gesellschaft & Demokratie

DIE LINKE Schleswig-Holstein ist entsetzt über die in der Nacht zu Donnerstag, dem 3. August, erfolgte Abschiebung der lesbischen Tunesierin Mariem F. aus der Psychiatrischen Klinik Rickling (Kreis Segeberg), in der Frau F. aufgrund eines vorangegangenen Suizidversuchs stationär behandelt wurde. "Eine Abschiebung aus einem Krankenhaus heraus, während der Behandlung aufgrund einer psychischen Notlage - das ist unfassbar!", entrüstet sich Luca Grimminger, Landessprecher der LINKEN SH.

Mariem F. befindet sich nun in Schweden, wo sie die weitere Abschiebung in ihr Heimatland erwartet. In Tunesien ist Homosexualität strafbar.


"Diese Folgeabschiebung zöge Gefahr für Leib und Leben von Frau F. nach sich", mahnt Grimminger. "Wir fordern den sofortigen Abbruch und verlangen zudem eine Untersuchung der Recht- und Verhältnismäßigkeit der Abschiebung aus einer psychiatrischen Klinik heraus!"

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